Uraufführung
Malleus Maleficarum
Die Stimme Europas
von Elisabeth de Roo
Ein Musiktheaterprojekt von Theater im ARTists Kaendace und Windkraft
Kapelle für Neue Musik

Malleus Maleficarum – Die Stimme Europas ist ein Musik und Theater-Projekt über Heinrich Kramer, Autor des „Hexenhammer“ und Symbolfigur eines institutionalisierten Frauenhasses. Kramer tritt auf, um sich selbst zu rechtfertigen: als Täter, als Theologe, als Stimme einer Gewaltgeschichte. Ihm gegenüber steht Europa, verkörpert durch eine Frau, die singt, spricht und klagt: als Figur der Erinnerung und des Widerstands.
Europa ist kein Individuum, sondern Sinnbild für all jene Frauen, die durch Kramers Denken entrechtet oder getötet wurden. Sie entzieht sich der patriarchalen Deutungshoheit, nicht durch Gegengewalt, sondern durch Sprache, Musik und Präsenz. Das Stück kreist um Macht: Wer darf sprechen? Wer wird gehört? Kramer spricht direkt zum Publikum, Europa widerspricht. Die Verbindung ins Heute ist zentral: In Indien, Papua-Neuguinea und Teilen Afrikas werden auch heute noch sogenannte Hexen verfolgt; seit 2000 sind zahlreiche Fälle von Folter und Tötungen dokumentiert. In Österreich werden jährlich Femizide gezählt. Damit schlägt das Stück eine Brücke von historischen Strukturen zur Gegenwart.
Vorstellung in Innsbruck am 26. Mai 2026
Vorstellung in Graz am 29. Mai 2026 im Rahmen der „Langen Nacht der Kirchen“ in der St. Andrä Kirche Graz/ Gries (www.andrae-kunst.org)
Europa: Elisabeth de Roo (www.elisabethderoo.com)
Heinrich Kramer: Alexander Mitterer
Dirigat: Kasper de Roo, Windkraft Kapelle für neue Musik (www.windkraftmusic.com)
Regie: Alexander Mitterer
Elisabeth de Roo/ Konzept/ Spiel/ Gesang
Gab ihr Debüt als Susanna in „Sancta Susanna“ von Paul
Hindemith, unter der Leitung von Hans Graf. David Garett
buchte sie als Sängerin für einen TV- Auftritt auf ORF II. Sie
war daraufhin mehrfach als Solistin im ORF zu sehen.
Mahlers 4. Sinfonie sang sie unter Massimiliano Caldi in
Verona, Bozen, Kaltern, Toblach, Innsbruck und Kufstein. Wolfgang Mitterer engagierte
Sie für die Uraufführung seines Stücks „Couleurs De La Vent“, für Sopran, Ensemble
und Zuspielungen. Sie sang die Elsa in Richard Wagners „Lohengrin“ unter Nayden
Todorov in der Bulgarian Hall, Sofia 2022.
Im Monolog nach Ilse Aichingers „Spiegelgeschichte“ gab sie 2021 ihr Debüt als
Schauspielerin, Regie Thomas Lackner. Das klassische Kunstlied ist die große Liebe der
Sängerin.
Sie absolvierte ihren Master im Fach Lied und Oratorium an der Universität
Mozarteum in Salzburg mit Auszeichnung. Ihren Bachelor für Immobilienwirtschaft und
Facility Management absolvierte sie mit gutem Erfolg an der Fachhochschule in Kufstein.
Sie war mehrere Jahre Abteilungsleiterin des Departments „Career Center“ an der
Universität Mozarteum in Salzburg. Dort widmete sie sich der Lehre und Forschung
und entwickelte unterschiedlichste Coaching-Programme für Studierende und Alumni
der Universität. Zudem war sie sechs Jahre lang Vorsitzende der Österreichischen
HochschülerInnenschaft am Mozarteum sowie Mandarin der Bundesvertretung der
Österreichischen HochschülerInnenschaft. Von 2015 – 2018 war sie als Gutachterin für
die Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Österreich (AQ-Austria) tätig.
AUSZEICHNUNGEN:
Bundes Leistungsstipendium für Exzellenz
Musiktheaterpreis 2021 für das Projekt „Dreigroschenoper“ – beste Off -Theaterproduktion (musikalische Einstudierung und Gesangscoaching)
Kasper de Roo/ Dirigent
gilt als renommierter Interpret der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts und kann auf eine stattliche Anzahl von Werken verweisen, die er zur Aufführung brachte: weit über hundert Ur-aufführungen in Europa, Asien und den USA hat de Roo geleitet.
Kasper de Roo war als Fagottist Mitglied des Rotterdams Philharmonisch Orkest. Nach seinem Dirigentdebut 1979 beim Cabrillo Music Festival machte er rasch Karriere und hat seither an vielen wichtigen Häusern gearbeitet: vom Concertgebouw Amsterdam bis zum Wiener Konzerthaus, von der Alten Oper in Frankfurt bis zur Royal Festival Hall in London.
1984 kam er als Kapellmeister an die Staatsoper Stuttgart, 1992 wurde er Musikdirektor in Innsbruck, zwei Jahre später zusätzlich Chefdirigent des National Symphony Orchestra of Ireland.
Insbesondere am Tiroler Landestheater in Innsbruck konnte de Roo mit Opern des 20. Jahrhunderts deutliche Akzente setzen: Bela Bartoks „Herzogs Blaubarts Burg“.
1999 gründet er gemeinsam mit dem Komponisten und Festivalleiter der Klangspuren, Thomas Larcher „Windkraft – Kapelle für Neue Musik“, deren Chefdirigent und „künstlerischer Motor“ er bis heute ist.
Aktuell arbeitet de Roo am Zustandekommen einer Uraufführung von Johannes Maria Staud mit dem Ensemble Windkraft und seit langer Zeit hegt er einen großen Wunsch: „Oedipus“, eine selten gespielte Oper von Wolfgang Rihm, komponiert für eine große Bläserbesetzung mit Schlagwerk (also ideal für „Windkraft – Kapelle für neue Musik“) in Tirol szenisch oder zumindest halbkonzertant aufführen zu können.
Alexander Mitterer/ Regie/ Spiel/ Produktion
Geb.1968 in Bruneck/Südtirol, absolvierte sein Schauspielstudium 1993 am Konservatorium der Stadt Wien. Engagements u.a. an der Gessneralle Zürich, Bühnen Graz, Stadttheater Klagenfurt, klagenfurterensemble, Künstlerhaus Wien, Neue Bühne Villach sowie bei renommierten Festivals wie Steirischer Herbst, Styriarte, Volksschauspiele Telfs.
2005 Gründung von Theater Kaendace Graz (nunmehr Theater im ARTist`s Kaendace), das sich häuptsächlich der zeitgenössischen Literatur verpflichtet sieht.
Zahlreiche Engagements in Film-, Funk- und Fernsehproduktionen. Als Komissar Pfurtscheller aus der ORF – Tatort Reihe auch einem breiteren Publikum bekannt.
www.alexandermitterer.at

